Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor und viel von ihnen haben positive Wirkungen auf die Gesundheit. Bekannt sind z.B. die Polyphenole, die antioxidativ, entzündungshemmend, gefäßschützend und antikanzerogen wirken. Man findet sie z.B. in Beeren, Trauben, Äpfel, Zwiebeln, Grüntee, Kaffee. In der Regel nimmt man die sekundären Pflanzenstoffe in ihrem natürlichen Lebensmittel auf, weil ihre Bioverfügbarkeit dort viel höher ist. Bei Nahrungsergänzungsmitteln besteht außerdem das Risiko der Überdosierung.
Sekundäre Pflanzenstoffe sind bioaktive Substanzen, die Pflanzen nicht primär für ihr Wachstum oder ihre Entwicklung benötigen, sondern vor allem zur Abwehr (gegen Fraßfeinde, Mikroben, UV-Strahlung) oder zur Kommunikation (Anlockung von Bestäubern) bilden. Sie sind keine essenziellen Nährstoffe, haben aber z.T. zahlreiche positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit. Bisher sind über 10.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe identifiziert, viele davon in Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Kräutern, Gewürzen, Nüssen und Tee. Hier ein Überblick:
Sekundäre Pflanzenstoffe werden oft als „Gesundheitsverstärker“ betrachtet, da sie in Studien mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Krebsarten, Typ-2-Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen und chronische Entzündungen in Verbindung gebracht werden.
Ihre Wirkmechanismen umfassen:
Antioxidative Wirkung: Neutralisierung freier Radikale, Schutz von DNA und Zellmembranen
Entzündungshemmung: Hemmung proinflammatorischer Signalwege
Enzymmodulation: Förderung entgiftender Enzyme, Hemmung krebserregender Stoffwechselprodukte
Hormonregulation: Beeinflussung von Östrogen- oder Testosteronrezeptoren
Beeinflussung des Mikrobioms: Förderung nützlicher Bakterien, Bildung bioaktiver Metaboliten
Was bedeutet das unterm Strich? Bei der Auswahl deiner bevorzugten Lebensmittel kannst du ja die oben genannten Quellen berücksichtigen, wenn du sie gerne isst. Bei mir bedeutet das:
Heidelbeeren (TK), Quinoa, Nüsse, Leinsamen sind in meinem täglichen Müsli, oft auch Trauben und Äpfel.
Karotten, Tomaten, Paprika, Spinat sind häufig Bestandteil meiner Salate.
Grüntee trinke ich jeden Tag.
Brokkoli und Blumenkohl steht bei uns öfter auf dem Speiseplan